Urlaub in der Krummhörn

Krummhörn – das ist der gesamte Landstrich südwestlich einer gedachten Linie Greetsiel–Emden, das sind 18 romantische Warfendörfer sowie das malerische Fischer- und Künstlerdorf Greetsiel an der ostfriesischen Nordseeküste am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Im Sommer 2009 wurde das Wattenmeer durch die UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt.

 

Zur Krummhörn gehören außer Greetsiel noch folgende Ortschaften: Campen, Canum, Eilsum, Freepsum, Grimersum, Groothusen, Hamswehrum, Jennelt, Loquard, Manslagt, Pewsum, Pilsum, Rysum, Uttum, Upleward, Visquard, Woltzeten, Woquard. Durch die Gemeindereform wurden 1972 diese 19 Ortschaften als "politische Einheit" zur Gemeinde Krummhörn zusammengefaßt.

 

Die Entfernung zu den Städten Emden und Norden beträgt 15 - 20 km.

Die meisten Dörfer in der Krummhörn sind auf Rundwarften (Erdhügel zum Schutz gegen das Hochwasser) erbaut, auf deren höchster Stelle die Kirche steht

 

Die Krummhörn ist geprägt von Landwirtschaft und Tourismus, wobei insbesondere der Fischer- und Sielort Greetsiel eine bedeutende Rolle spielt. Historisch hat die Krummhörn Bedeutung, da die Häuptlingsfamilie Cirksena aus Greetsiel über rund drei Jahrhunderte Grafen und später Fürsten von Ostfriesland stellte.

 

Mit 159,2 Quadratkilometern ist die Krummhörn flächenmäßig die zweitgrößte Kommune des Landkreises Aurich

 

Die Krummhörn ist von einer Vielzahl von Entwässerungsgräben und Kanälen durchzogen. Nahezu alle Krummhörner Dörfer sind auf dem Kanalweg miteinander, mit der Gemeinde Hinte und mit der Seehafenstadt Emden verbunden. Breitere Entwässerungsgräben verbinden zudem eine Vielzahl von Höfen mit den Tiefs, so dass sich ein enges Netz von Wasserwegen ergibt, das in der Vergangenheit die Hauptlast des Verkehrs trug und heute vom Bootstourismus genutzt wird.

 

Das Gemeindegebiet wird seewärts von Deichen geschützt, da es nur

unwesentlich über dem Meeresspiegel liegt.

Zentrum der Gemeinde ist Pewsum, das der größte Ort ist. Greetsiel hat durch seine touristische Infrastruktur übergemeindliche Bedeutung.

Die anderen 17 Dörfer sind im Vergleich zu den beiden Hauptorten deutlich kleiner.

 

Die nördliche Krummhörn war die Basis der Häuptlingsfamilie Cirksena, die ihren Stammsitz auf der Burg Greetsiel hatte.

 

In der Gemeinde Krummhörn befindet sich nicht nur der höchste, sondern auch der niedrigste Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste. Der Leuchtturm Campen ist mit 65 Metern der höchste Leuchtturm in Deutschland überhaupt. Es handelt sich dabei um einen Stahlfachwerkturm mit dreieckigem Querschnitt und einem Treppenrohr in der Mitte. Der kleinste Leuchtturm hingegen ist der nur 13 Meter hohe, gelb-rot gestreifte Pilsumer Leuchtturm. Er wurde vor allem durch den Film „Otto – Der Außerfriesische“ des Komikers Otto Waalkes bekannt und gilt mittlerweile als eines der Markenzeichen Ostfrieslands.

 

Von der einst reichen Burgenlandschaft der Krummhörn haben sich nur die Manningaburg in Pewsum und die Osterburg in Groothusen bis in die heutige Zeit erhalten können. Groothusen verfügte in seiner Blütezeit als Handelsort über drei Burgen; die beiden anderen (Middelburg und Westerburg) sind jedoch nicht erhalten.

 

Upleward ist in jedem Sommer Schauplatz eines Schlickschlittenrennens. Dabei müssen die – oft verkleideten – Teilnehmer mit einem Schlickschlitten, einem sogenannten Kreier, festgelegte Strecken im Watt zurücklegen. Mit der Veranstaltung wird an die früheren Reusenfischer der Krummhörn erinnert, die mit Kreiern übers Watt ihre Reusen anfuhren und leerten. In Upleward findet zudem in jedem September ein größeres Drachenfest auf dem Deich und am sogenannten Trockenstrand statt. Dabei handelt es sich um ein binnendeichs gelegenes Erholungsareal, da sich außendeichs die Ruhezone des Nationalparks Wattenmeer befindet.

 

Wie in ganz Ostfriesland sind auch in der Krummhörn die Friesensportarten Klootschießen und besonders Boßeln sehr beliebt. Die Sportarten werden auf Vereinsebene wettkampfmäßig ausgeführt. Im Hauptort Pewsum befindet sich ein Hallenbad.

 

Es gibt ein flächendeckendes ausgeschildertes Radwegenetz. Für Radwanderer wurden mehrere Rundfahrten, die größtenteils über ruhige Nebenstraßen führen, angelegt. Eine davon führt durch alle 19 Dörfer der Krummhörn und kommt auf eine Gesamtlänge von 63 Kilometern. Der Nordseeküsten-Radweg führt durch die Dörfer Rysum, Loquard, Hamswehrum, Groothusen, Manslagt, Pilsum und Greetsiel.



Letzte Bearbeitung,

05.11.2018

 

 

 

 

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